Gesellschaftsspiel des Jahres gewählt

Seit nun mehr 40 Jahren vergibt eine Jury des Vereins „Spiel des Jahres e.V.“ den Spiel des Jahres-Preis für deutschsprachige Brett- und Kartenspiel-Neuheiten.

Dieses Jahr konnte das einfache Partyspiel „Just One“ die Jury durch eine niedrige Einstiegshürde überzeugen und räumte dadurch den 1. Platz ab. Bei diesem Spiel muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten. Die anderen Spieler notieren sich je einen Begriff als Hilfestellung und gleichen diesen dann folgend miteinander ab um Doppelungen zu vermeiden. Mit den Hilfestellungen versucht dann der Spieler das Wort zu erraten.
Weiterhin ausgezeichnet wurden „Tal der Wikinger“ als Kinderspiel des Jahres und „Flügelschlag“
als Kennerspiel des Jahres.


Jurybegründungen
Spiel des jahres:  Just One
„Just One“ ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt.  Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen." Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann. Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Kennerspiel des Jahres:  Flügelschlag
Brettspiele und Vogelkunde – also doppelt unsexy und angestaubt? Mitnichten! Flügelschlag präsentiert sich nicht mit zerzaustem Federkleid, sondern ist frisch und en vogue. Thematisch liebevoll und redaktionell sorgsam feingeschliffen: Hier hat Autorin Elizabeth Hargrave ein nahezu makelloses Gesamtkunstwerk geschaffen. Eingängige Spielmechanismen, ein schnörkelloser Ablauf und eine hohe Taktung wichtiger Entscheidungen machen Flügelschlag zu einem wahren Überflieger.

Kinderspiel des Jahres:  Tal der Wikinger
Losspielen will jeder – allein wegen des bildhübschen Materials kann jeder. Loskegeln kann auch jeder. Da fliegen die Fässer, da ist die Freude groß. Die Finessen lernt man hier quasi Knall auf Fall. Und wenn es mal danebengeht, steigert das nicht den Frust, sondern nur noch den Ehrgeiz für eine weitere Partie. Wie das Autorenpaar Fort im „Tal der Wikinger“ zugleich Geschick und taktisches Denken herausfordert, ist in seiner Mischung so einzig- wie neuartig.

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